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Die Vogelgrippe auf Rügen -kurze Historie der Tierseuche auf Rügen

Übersicht

Chronologie      


14. Februar 2006: Urlauber finden auf der Insel Rügen vier verendete Schwäne. Ein Schnelltest erbringt den ersten Vogelgrippeverdacht in Deutschland.

15. Februar: Weitere tote Tiere werden geborgen. Von sofort an gilt eine Stallpflicht für Geflügel in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Krisenstab tagt in Berlin.

16. Februar: Das Vogelgrippevirus H5N1 wird bei den toten Schwänen endgültig bestätigt, weitere Fälle werden entdeckt. Die Behörden auf Rügen geraten wegen Versäumnissen bei der Bergung der toten Vögel in die Kritik.

 

17. Februar: Bundesweit gilt wieder - wie schon im Herbst 2005 - eine Stallpflicht für Geflügel, Geflügelmärkte sind verboten. Nach Versäumnissen bei der Krisenbewältigung denken Bund und Länder über eine neue Kompetenzverteilung nach.

18. Februar: Auf der Insel Rügen wird wegen der Ausbreitung der Vogelgrippe Katastrophenalarm ausgerufen.

19. Februar: Das Vogelgrippevirus H5N1 erreicht das deutsche Festland: Ein verendeter Bussard aus Ostvorpommern und eine tote Silbermöwe aus Nordvorpommern werden positiv getestet. Die Zahl der infizierten Vögel steigt auf insgesamt 59. Es wird begonnen, Nutzgeflügel vorsorglich zu töten. Auf dem Rügendamm stellen Bundeswehrsoldaten Seuchenwannen zur Desinfektion von Autos auf.

20. Februar: An der gesamten Küste Vorpommerns wird Katastrophenalarm ausgelöst. Die ganze Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns wird zur Überwachungszone erklärt.

23. Februar: Die Vogelgrippe weitet sich nach Westen aus. Bei einem vor der mecklenburgischen Ostseeküste gefundenen toten Vogel wird das Virus festgestellt. Ein H5N1-Verdacht bei einer Hausente im Süden von Rügen bestätigt sich nicht. Es wäre der erste Vogelgrippefall bei Nutzgeflügel in Deutschland gewesen.

24. Februar: Die Vogelgrippe erreicht Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg. Bei zwei Wildenten aus den Ostseebädern Neustadt und Timmendorfer Strand und einer Wildente vom Bodensee wird der Erreger H5N1 nachgewiesen. Es ist bleibt vorerst unklar, ob es sich wie bei den Vögeln in Mecklenburg-Vorpommern um den aggressiven H5N1- Stamm aus Asien handelt.

25. Februar: Das baden-württembergische Agrarministerium teilt mit, dass die Tafelente am Bodensee das gefährliche Virus vom Typ H5N1/Asia in sich trug. (dpa)

28. Februar: Zum ersten Mal wird der Vogelgrippe-Virus auf Rügen auch bei einem Haustier nachgewiesen. Bei einer streunenden Hauskatze wird der Erreger vom Löffler-Institute nachgewiesen.

28. Februar: Zum ersten Mal wird der Vogelgrippe-Virus auf Rügen auch bei einem Haustier nachgewiesen. Bei einer streunenden Hauskatze wird der Erreger vom Löffler-Institute nachgewiesen.

2.3. Bei der verendeten Katze wird die aggressive Art des Virustyps H5N1/Asia bestätigt.

3.3. Auf Rügen wurden kaum noch neue Tierkadaver gefunden. Die ersten Schutzmassnahmen können deshalb auf Rügen bereits aufgehoben werden. Die ersten Soldaten werden wieder abgezogen, stehe aber in Bereitschaft, falls sich die Lage wieder verschlimmern sollte